Aridun ist eine Welt des Mangels.
Eingeschlossen von gewaltigen Gebirgen und gezeichnet von Trockenheit kennt dieses Land weder Regen noch Flüsse. Wasser fällt nicht vom Himmel und durchzieht keine Landschaften. Stattdessen entspringt nahezu jedes bekannte Vorkommen einer einzigen Quelle: dem gewaltigen Berg Mons Vitalis. Von dort aus gelangt das kostbare Gut über Handelswege, Karawanen und uralte Verteilungssysteme in die Reiche und Siedlungen der Welt.
Das Leben ist hart. Ernten sind unsicher, Reisen gefährlich und selbst die einfachsten Dinge erfordern Arbeit, Geduld und Entschlossenheit. Wer in Aridun überlebt, tut dies nicht durch Glück, sondern durch Anpassungsfähigkeit, Gemeinschaft und den festen Willen, den nächsten Tag zu erleben.
Dennoch ist Aridun keine tote Welt. Zwischen staubigen Ebenen, trockenen Savannen, felsigen Hochebenen, uralten Wäldern und endlosen Dünen haben zahllose Völker ihre Heimat gefunden. Menschen, Zwerge, Elfen und Orks prägen die großen Reiche, doch überall dazwischen leben weitere Kulturen und Gemeinschaften. Manche ziehen rastlos durch die Wildnis, andere bewachen verborgenes Wissen, pflegen uralte Traditionen oder haben gelernt, an Orten zu überleben, die für Fremde unbewohnbar erscheinen.
Wo Wasser knapp ist, besitzt jede Entscheidung Gewicht. Handel kann über Wohlstand oder Hunger bestimmen. Bündnisse entstehen aus Notwendigkeit, und selbst mächtige Herrscher müssen sich den Grenzen ihrer Welt beugen. Wissen, Glaube, Handwerk und Gemeinschaft sind oft wertvoller als Gold, denn sie entscheiden darüber, wer die kommenden Jahre überdauert.
Trotz aller Entbehrungen ist Aridun eine Welt voller Leben. Händler durchqueren die Wüste, Gelehrte bewahren die Erinnerungen vergangener Generationen, Entdecker suchen nach vergessenen Orten und Abenteurer ziehen hinaus, um ihren eigenen Platz in der Geschichte zu finden.
Aridun schenkt seinen Bewohnern nichts. Doch gerade deshalb werden Ausdauer, Mut und Hoffnung hier zu den wertvollsten Schätzen überhaupt.

